UNSERE BIO-MUTTERKUHHERDE
VOM WALDVIERTLER BLONDVIEH
Am Kürnsteiner Hof lebt eine kleine Herde Waldviertler Blondvieh – eine selten gewordene Rinderrasse. Unsere Tiere wachsen langsam auf, verbringen den Großteil ihres Lebens auf der Weide und leben im Herdenverband.




UNSERE HERDE
Das Rückgrat des Kürnsteiner Hofes ist unsere Mutterkuhherde mit rund 18 Tieren der seltenen Rasse Waldviertler Blondvieh. Diese Rinderrasse war früher im Mühl- und Waldviertel weit verbreitet und ist heute stark gefährdet. Sie ist bekannt für ihre Robustheit und die besondere Qualität ihres Fleisches.
Auf unserem Hof erfüllen die Tiere mehrere wichtige Aufgaben: Sie halten die Weiden offen, liefern wertvollen Mist für den Bodenaufbau und sind ein zentraler Teil unseres landwirtschaftlichen Kreislaufs.

Tiere, die nicht für die Zucht vorgesehen sind, vermarkten wir etwa drei Mal im Jahr direkt ab Hof. Unsere Rinder sind halfterführig und an den Umgang mit Menschen gewöhnt. Durch diese ruhige und respektvolle Beziehung können wir mit den Tieren stressarm arbeiten.
Das Waldviertler Blondvieh ist eine alte Rinderrasse aus dem Mühl- und Waldviertel. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft in den 1960er-Jahren verschwand sie fast vollständig. Heute gibt es nur noch rund 500 Zuchttiere, weshalb die Rasse als stark gefährdet gilt.
Im Vergleich zu modernen Hochleistungsrassen wachsen diese Tiere langsamer.
Dafür sind sie besonders robust, kommen mit extensiver Weidehaltung gut zurecht und liefern Fleisch von hervorragender Qualität.
WEIDEGRAS STATT KRAFTFUTTER
Unsere Tiere haben ganzjährig Auslauf. Von März bis November grasen sie auf den Weiden rund um den Hof. Zwischen Walnussbäumen, Edelkastanien und Quitten.
Dabei halten sie das Gras zwischen den Bäumen kurz und liefern gleichzeitig wertvollen Mist für unsere Wiesen und Felder. So werden die Tiere zu einem wichtigen Teil des natürlichen Kreislaufs am Hof.


DIE HÖRNER BLEIBEN DRAN!
In vielen Betrieben werden Rinder früh enthornt oder so gezüchtet, dass sie gar keine Hörner mehr entwickeln. Wir gehen einen anderen Weg. Für uns gehören die Hörner zum Rind dazu.
Aus unserer Erfahrung stellen Hörner weder für die Tiere noch für uns Menschen ein Problem dar. Vorausgesetzt, die Tiere haben genügend Platz und man arbeitet ruhig mit ihnen.

RINDER DIE SICH
FÜHREN LASSEN
Ähnlich wie bei Pferden gewöhnen wir auch unsere Rinder früh an das Führen mit dem Halfter. Ab etwa einem Jahr tragen alle Tiere ein Halfter. So lernen sie, uns zu vertrauen und sich ruhig führen zu lassen.
Das braucht Zeit, zahlt sich aber aus: Tierarztbesuche, Klauenpflege oder auch der Transport können dadurch deutlich stressfreier ablaufen.
Für uns ist eine gute Beziehung zu unseren Tieren immer eine Frage von Vertrauen und gegenseitigem Respekt.




